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Die Rendite einer Eigentumswohnung

Die Rendite drückt aus, wie viel Gewinn in Prozent das eingesetzte Geld pro Jahr einbringt. Eine Immobilie wird so einerseits vergleichbar mit anderen Kapitalanlagen, andererseits vergleichbar mit anderen Immobilien, egal ob nun Studentenwohnung oder Einfamilienhaus.

Bei der selbstgenutzten Immobilie ist eine Rendite-Berechnung ebenfalls möglich, allerdings weniger sinnvoll: Es geht da eher um subjektive „Wohlfühl-Rendite“, in dem Eigenheim zu leben, das einem gefällt. Selbst wenn ein paar Straßen weiter eine bessere Rendite möglich wäre, zählt dann eher, ob zum Beispiel die Aufteilung für die Familie passt.

Bei der Immobilie zur Kapitalanlage ist indes Nüchternheit gefragt – Sie würden ja auch keine Aktien kaufen, nur weil der Vorstand der Aktiengesellschaft immer so charmant bei N-TV plaudert. Was bekommen Sie jetzt für Ihr Geld – und was werden Sie voraussichtlich in 10, 20 oder 30 Jahren für Ihr Geld in Prozente bekommen haben. Das soll die Rendite-Berechnung bei einer Immobilie beantworten.

Wenn ein Prozentwert als Immobilie-Rendite in den Raum geworfen wird, sollte ein kritischer Anleger erstmal nachfragen, welche Rendite denn gemeint ist.

  • Brutto-Rendite: Erfasst werden Kaufkosten und Erwerbsnebenkosten, nicht aber laufender Aufwand wie Verwaltungs- und Instandhaltungskosten oder Steuern.
  • Netto-Rendite: Der laufende Aufwand wird abgesehen von Steuern herausgerechnet, deshalb fällt die Netto-Rendite immer geringer aus als die Brutto-Rendite. Ein Rechenbeispiel.

….

  • Eigenkapital-Rendite: Sie berücksichtigt die Zinsen für die Finanzierung als laufenden Aufwand und stellt den verbleibenden Ertrag ins Verhältnis zum Eigenkapital. Bei geringerem Zinsaufwand, wie derzeit, erscheint die Eigenkapital-Rendite hoch. Sie ist aber immer nur eine Momentaufnahme, da zum Beispiel Tilgung oder Wertsteigerung außen vorbleiben.
  • Objekt-Rendite: Sie erfasst alle Einnahmen und Ausgaben, auch Steuerzahlungen sowie -ersparnisse, nicht aber die Finanzierungskosten. Es wird also unterstellt, die Immobilie würde vollständig mit Eigenkapital erworben. Dadurch zeigt sich deutlicher die reine Rendite der Immobilie, denn die Zinsen für eine Finanzierung können zum Beispiel je nach Ort oder je nach Kunden unterschiedlich sein.

http://www.focus.de/immobilien/experten/miete-steuern-wertsteigerung-so-berechnen-sie-die-rendite-einer-immobilie-realistisch_id_7795025.html

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