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Befreiung der Europäischen Region von Asbesterkrankungen

Asbest ist eine schwerwiegende weitverbreitete umweltbedingte Gefahr für die Gesundheit in der Europäischen Region der WHO und Ursache für die Hälfte aller tödlichen arbeitsbedingten Krebserkrankungen. Am 10. und 11. Juni 2014 tagten Vertreter von 16 WHO-Mitgliedstaaten in der Europäischen Region sowie Sachverständige für Arbeitsmedizin und Krebsregister in Bonn.

Sie bewerteten die seit 2010 und der Erklärung von Parma erzielten Fortschritte und betonten, wie notwendig es sei, dass die WHO die Entwicklung nationaler Programme zur Asbestentsorgung unterstütze. Mit der Erklärung von Parma bekannten sich die Regierungen in der Europäischen Region zu einer Reihe umweltpolitischer Maßnahmen mit Bezug zur Gesundheit. Dazu zählt das Bekenntnis zu Schritten gegen die erkannten Risiken durch die Belastung mit kanzerogenen Stoffen, hierunter Asbest, und in Zusammenarbeit mit der WHO und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bis 2015 die Entwicklung nationaler Programme zur Eliminierung von Asbesterkrankungen.

 

Asbest tötet leise

Mehr als 107 000 Menschen sterben weltweit jährlich in Folge einer Asbestbelastung am Arbeitsplatz. Besonders heimtückisch ist dabei, dass die tödliche Erkrankung (Lungenkrebs, Mesotheliom und Asbestose) erst Jahrzehnte nach dem Kontakt mit Asbest auftreten kann.

37 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region haben daher die Verwendung von Asbest in jeder Form gemäß den Empfehlungen von WHO und ILO verboten. Dennoch werden nach Schätzungen auch heute noch 300 Millionen Menschen entweder am Arbeitsplatz oder in anderen Zusammenhängen durch Asbest belastet. In einigen Ländern wird Asbest immer noch hergestellt, verkauft und eingesetzt.

Die effizienteste Weise zur Eliminierung von Asbesterkrankungen ist die Beendigung jeder Form der Asbestnutzung, denn:

  • es gibt keine sichere Höchtbelastungsgrenze,
  • das Krebsrisiko steigt selbst bei geringfügiger Belastung,
  • alle Asbestformen sind für den Menschen kanzerogen,
  • Asbest kann durch sicherere Materialien ersetzt werden.

 

Asbestfreie Zonen sind zukunftsweisend

Während der Tagung hoben die Teilnehmer hervor, dass die Einrichtung regulärer nationaler Register für Berufskrankheiten und Krebs erforderlich sei, damit:

  • die Lage in den Ländern bewertet werden kann,
  • geeignete Maßnahmen gefördert und ergriffen werden können,
  • das Problembewusstsein in Politik wie Bevölkerung geschärft werden kann.

Gesundheitspraktiker sollten darin geschult werden, asbestbedingte Erkrankungen zu erkennen und zu melden bzw. die Krankheit auf die Belastung zurückzuführen und die richtigen Daten zu erheben.

Die Erörterung von Problemen in Verbindung mit der Beseitigung des Asbests veranlasste die Mitgliedstaaten zur Bitte um Unterstützung bei der Entwicklung von Entsorgungsstrategien und dem Aufzeigen von Ersatzstoffen.

(http://www.euro.who.int/de/health-topics/environment-and-health/air-quality/news/news/2014/06/making-the-european-region-free-of-asbestos-related-diseases)

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