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Hausbesorger geht in Pension! Was kommt auf die WEG zu?

Dem Hausbesorger gebührt gemäß altem Abfertigungsrecht eine Abfertigung in der Höhe von 14 Bruttobezügen. Betrachtet man die Abfertigungsrücklage, stellt man fest, dass diese nicht ausreichend dotiert ist. Jeder HAK-Maturant hat gelernt, dass die Abfertigungsrückstellungen jährlich im Rahmen des Jahresabschlusses angepasst werden müssen, die Hausverwaltung Ogris hingegen hat die Zuführung in die Rücklage trotz immer näher kommenden Pensionsantrittes des Hausbesorgers NIE erhöht!

Es wird somit inklusive der Zuführungen in die Rücklage bis September 2019 ca. 1/4 der Abfertigungssumme fehlen und es ist somit mit einer Sonderzahlung für die EigentümerInnen zu rechnen.

Erfreulicherweise sind gesetzliche Abfertigungen aber befreit von Sozialversicherung, Dienstgeberbeitrag (DB), Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ) und Kommunalsteuer.

Für Hausbesorger und Hausbesorgerinnen sowie Hausbetreuer und Hausbetreuerinnen, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, richtet sich die Abfertigung nach dem Arbeiter-Abfertigungsgesetz:

§ 2. (1) Dem Arbeitnehmer gebührt eine Abfertigung, wenn das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird. Auf diese Abfertigung sind die §§ 23 und 23a des Angestelltengesetzes … in der jeweils geltenden Fassung, anzuwenden.

Das Angestelltengesetz bietet auch die Möglichkeit einer Ratenzahlung:

https://www.sozialministerium.at/site/Arbeit_Behinderung/Arbeitsrecht/besondere_ArbeitnehmerInnengruppen/Hausbetreuer_Hausbesorger/#intertitle-29

Die Hausverwaltung Ogris wird auch für die „WEG Ulmgasse 14 A + B“ einen Hausbetreuer einsetzen. (Haben sich die zwei „kleinen“ Häuser für unabhängig erklärt?😉)

Eine Kärntner Hausverwaltung benötigt – aufgrund der räumlichen Entfernung oder aufgrund von Desinteresse z. B. als Folge eines unzureichenden Honorars – einen Hausmeister, dem sie auch hausverwaltereigenste Aufgaben wie z. B. die Liegenschaftsbegehung oder Handwerkerkontrollen übertragen kann. Daher zahlen die EigentümerInnen für diese unprofessionelle Tätigkeiten letztendlich einen überhöhten Lohn.

Da eine Hausverwaltung aber zu Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflichtet ist, wird mit viel Wahlpropaganda die Mehrheit dafür gewonnen, diese überteuerte Variante „Hausbetreuer“ zu unterschreiben.

Wird auch im Lohnschema des neuen Hausbetreuers der Aufzugsfaktor wieder falsch angesetzt werden? Wenn die EigentümerInnen wieder „gemäß den beigelegten Unterlagen“ unterschreiben, akzeptieren sie diesen Fehler und bezahlen freiwillig auch dem neuen Hausbetreuer um die € 100,– monatlich mehr!

Für genauere Informationen siehe:

https://ulmgasse.blog/2018/08/24/ein-kaerntner-sachverstaendiger-ohne-sachverstand/

Fraglich ist, wie der Winterdienst mit zwei Hausbetreuern – gesetzeskonform – abgewickelt werden wird:

Mit Reinigungsarbeiten und Schneeräumung auf öffentlichen Verkehrsflächen, die aus Gründen der Sicherheit oder aus verkehrstechnischen Gründen nicht außerhalb der Wochenend- oder Feiertagsruhe durchgeführt werden können, dürfen Hausbetreuer/innen während der Wochenendruhe beschäftigt werden, es ist ihnen jedoch dafür in der Folgewoche zusätzlich zur Wochenendruhe eine bezahlte Ersatzruhe zu gewähren.

Ein Ausgleich der längeren Arbeitszeit, wie sie für den vollen Winterdienst erforderlich wäre, durch kürzere Arbeitszeiten im Sommer bzw. Umlegung auf einen entsprechend langen Durchrechnungszeitraum ist nach derzeitiger Rechtslage nicht zulässig.

Der Winterdienst kann auf die Arbeitnehmer/innen daher nicht im vollen Umfang, wie ihn die Straßenverkehrsordnung – StVO vorschreibt, übertragen werden, sondern nur im Rahmen der gesetzlichen Arbeitszeitgrenzen, d.h. an Werktagen (6 x pro Woche) unter Berücksichtigung der täglichen/wöchentlichen Höchstgrenzen sowie der Wochenend- und Feiertagsruhe.

https://www.sozialministerium.at/cms/site/attachments/0/0/0/CH3434/CMS1513759038908/erlaeuterungen_mlt_hboe_idf_2018.pdf

Ein großes Problem kann hier zusätzlich die Haftung der Eigentümergemeinschaft bei Unfällen werden…

Ein Kommentar zu Hausbesorger geht in Pension! Was kommt auf die WEG zu?

  1. Angelique // 1. April 2019 um 7:48 // Antwort

    Also, ich würde viel lieber das hier umsonst verbrannte Geld meinen Enkelkinder geben! Haben die Steirer keinen Patriotismus mehr? Weshalb unterstützen sie nicht die einheimischen Firmen, Menschen, statt das Geld in ein anderes Bundesland zu tragen? Es sind bei Großaufträgen welche hunderttausende betragen, nur Firmen aus Kärnten ins Einsatz, mir kann keiner erzählen das diese billiger oder besser (man denke nur an die Anreise, Trennung, Entfernungszuschläge) sind als wir Steirer. Einen Hausverwalter zu wählen der fast 150km entfernt ist die Kontrolle der Anlage mit rund 260 Wohnungen einem Hausreiniger übergibt ist nicht sehr empfehlenswert für eine Wohnanlage.
    Es ist offen gesagt eine Schande wie diese Anlage sein eigenes Bundesland, seine Heimat verkauft……

    Niemals würden wir dies in unserer Wohnanlage zulassen…..

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