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Bei Neuasphaltierung zu beachten: Aktuelle Vorgaben für die Oberflächenentwässerung von Parkflächen

„Merkblatt Entwässerung“ der Stadt Graz

Die anfallenden Niederschlagswässer sind grundsätzlich auf eigenem Grund zur Versickerung zu bringen. (Ausnahme: z. B. Ableitung über den öffentlichen Kanal bei Zustimmung des Kanalbetreibers)

Verunreinigte Regenwässer (z. B. Wässer von Verkehrs- und Parkplatzflächen) sind vor der Versickerung zu reinigen. Eine Verrieselung über begrünte Mulden mit mind. 30 cm Humusaubau ist dabei grundsätzlich anzustreben.

Die Befestigung von Verkehrsflächen mit Rasengittersteinen ist nur zulässig, wenn sie mit Humus gefüllt und bewachsen sind.

Durchlässige Beläge mit rein mineralischem Aufbau oder mit offenen Fugen sind nicht erlaubt.

Die Anlagen zur Entsorgung der Oberflächenwässer sind mind. auf 10-Jährlichkeit zu dimensionieren. Der Sohlabstand vom Sickerschacht zum höchsten Grundwasserspiegel muss mind. 1 m betragen.

WR-Bewilligungspflicht: Entwässerung von versiegelten Flächen größer als 3000 m² (im Schongebiet 1000 m²),
Parkflächen größer 20 PKW bei Einkaufsmärkten;
alle Herkunftsflächen Flächentyp F3 bis F5, – lt. ÖWAV-Regelblatt 45

Der Stand der Technik ist z.B. im Regelblatt 45 des ÖWAV definiert. Für die Berechnung der Anlagen zur Regenwasserentsorgung ist das entsprechende Versickerungsprogramm des ÖWAV zu empfehlen (gratis download: Homepage ÖWAV – Publikationen – Regelblatt 45 – RB_045_Versickerungsprogr.)

https://www.graz.at/cms/dokumente/10270787…/Merkblatt%20Entwässerung.docx

Gesetzliche Vorgaben

Steiermärkisches Raumordnungsgesetz

Steiermärkisches Baugesetz

Steiermärkisches Kanalgesetz

Wasserrechtsgesetz

Qualitätszielverordnung Chemie Grundwasser

Allgemeine Abwasseremissionsverordnung

Steiermärkisches Landesstraßenverwaltungsgesetz

Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch

Flächentypen und Mindestanforderungen an Versickerung

Beim Versickern von Niederschlagswasser der Flächentypen F1 über durchlässige Schicht mit bevorzugt mineralischem Aufbau und F2 über Rasenflächen mit mindestens 8 cm Schichtstärke ist nach dem natürlichen Lauf der Dinge nicht mit Einwirkungen auf das Grundwasser (oder ein Oberflächengewässer) zu rechnen, somit gibt es im Regelfall keinen Tatbestand für eine wasserrechtliche Bewilligung, unbeschadet einer Einzelfallbeurteilung.

In Niederschlagswasser der Flächentypen F3 bis F5 kann vermutet werden, dass Stoffe der Anlagen 2 und 3 der QZV Chemie GW vorhanden sind (und die Konzentrations- und Mengenschwelle des § 32a WRG überschritten wird), sodass eine wasserrechtliche Bewilligung im Regelfall erforderlich sein wird.

Flächentyp – Art der Fläche – Mindestanforderung an Versickerung

F1 – Dachflächen, normal verschmutzt, mit üblichen Anteilen an unbeschichteten Installationen aus Cu, Zn und Pb (< 5 – 10% der Gesamtfläche) – Versickerung über durchlässige Schicht mit bevorzugt mineralischem Aufbau, z. B:

■ Durchlässige Beläge mit mineralischem Filter sh. 9.1.2

■ Sickerschacht mit einfachem Kiesfilter sh. 9.1.8

■ Rigolenversickerung, Rohrversickerung, Rohr-Rigolenversickerung sh. 9.1.9

F2 – Hofflächen und Parkplätze für PKW ohne häufigen Fahrzeugwechsel in Wohngebieten und mit diesen vergleichbaren Gewerbegebieten, saisonal genutzte Parkplätze (z.B. Badeteiche) mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen (DTV) bis 500 Kfz/24h + Rad- und Gehwege + Straßen mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen (DTV) bis 500 Kfz/24h (Wohnstraßen) – Versickerung über Rasenflächen mit mindestens 8 cm Schichtstärke, z. B:

■ Rasenfläche /Verrieselung sh. 9.1.3

■ Rasenmulde sh. 9.1.4

■ Rasenbecken sh. 9.1.5

■ Rasenmulde mit Rohr-Rigolenversickerung sh. 9.1.10

F3 – Straßen mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen (DTV) von 500 bis 15.000 Kfz/24h + Parkplätze für PKW ohne häufigen Fahrzeugwechsel, die nicht dem Typ F2 zugeordnet werden können + Park- und Stellflächen für LKW, sofern eine wesentliche Verschmutzung des Niederschlagswassers durch Emissionen aus den Fahrzeugen (z.B. Verluste von Treib- und Schmierstoffen, Frostschutzmitteln, Flüssigkeiten aus Brems- und Klimatisierungssystemen etc.) mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann + Betriebliche Verkehrsflächen, sofern eine wesentliche Verschmutzung des Niederschlagswassers durch Ladegutverlust oder Manipulation (Tätigkeiten auf diesen Flächen) mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. – Versickerung über Bodenfilter mit mindestens 20 cm Schichtstärke und definiertem Aufbau, z. B:

■ Bodenfiltermulde sh. 9.1.6

■ Bodenfilterbecken sh. 9.1.7

■ Bodenfiltermulde mit Rohr-Rigolenversickerung sh 9.1.11

■ Sickerschacht mit integrierter Reinigungsstufe sh 9.1.12

http://www.wasserwirtschaft.steiermark.at/cms/beitrag/11625883/4570309/

Ein Kommentar zu Bei Neuasphaltierung zu beachten: Aktuelle Vorgaben für die Oberflächenentwässerung von Parkflächen

  1. Christiane // 10. April 2018 um 14:30 // Antwort

    Kann Mann/Frau Nur hoffen das die zuständige HV OGRIS – Kärnten auf dieser sehr informativen Seiten mitliest, ist aber zu befürchten das diese es nicht macht!!!! Naja zur Not habt ihr ja noch eure 2 Goldstücke, die werden das zu 100% bestens überwachen……

    Gefällt mir

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