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Frischluftfanatische Nachbarn

Eine Eigentümerin hält permanent das Gangfenster offen – zu jeder Jahreszeit, bei Tag und Nacht. Im Winter kühlt das Haus komplett aus, die kalte Luft zieht nach drinnen und verursacht hohe Heizkosten. Sämtliche Gespräche waren bisher erfolglos. Sobald sich jemand dem Fenster nähert, um es zu schließen, stürzt sie aus der Wohnung und reagiert aggressiv. An wen richte ich eine Unterlassungsklage? Kann ich Mietzinsminderungsanspruch geltend machen? Und ist es möglich, die Dame aus der Eigentümergemeinschaft auszuschließen?
Sandra Cejpek: Es besteht sowohl die Möglichkeit, direkt gegen die frischluftfanatische Eigentümerin mit Unterlassungsklage vorzugehen, als auch gegenüber dem Vermieter eine Mietzinsminderung geltend zu machen, da das Objekt nicht uneingeschränkt zum vereinbarten Gebrauch verwendet werden kann; der Umstand, dass der Vorraum in der Wohnung immer unterkühlt ist und zusätzliche Energiekosten entstehen, um die Räume auf eine übliche Zimmertemperatur zu bringen, rechtfertigen die Reduktion der Miete. Das Verhalten der Eigentümerin stellt jedenfalls einen erheblich nachteiligen Gebrauch dar. Da diese trotz diverser Aufforderungen an ihrem Verhalten festhält, bestünde auch die Möglichkeit, sie gerichtlich aus der Eigentümergemeinschaft auszuschließen. Konkret werden dann die Miteigentumsanteile der Eigentümerin entweder im Freihandverkauf angeboten oder zwangsversteigert. In der Praxis ist leider  damit  zu rechnen, dass ein Urteil auf Unterlassung wenig bringen wird, da das Verhalten der Eigentümerin wohl als pathologisch zu betrachten ist, und auch ein Gerichtsurteil dem nicht entgegenwirken wird. Sofern bauliche Möglichkeiten bestehen, das Fenster so zusichern, dass es nur von Befugten (Hausbetreuung etc.) geöffnet werden kann, ist das Geld vermutlich besser investiert, als in ein Gerichtsverfahren.

https://kurier.at/wirtschaft/immobiz/wie-wehrt-man-sich-gegen-frischluftfanatische-nachbarn/297.343.949

Ein Kommentar zu Frischluftfanatische Nachbarn

  1. Stefan Hammer // 19. Februar 2018 um 13:30 // Antwort

    Ja ist auch in der Ulmgasse ein Thema, aber nur eines von vielen! Auch im Haus 14d steht tagelang das Fenster im Stiegenhaus offen, aber wie so vieles, hat auch dieses zwei Seiten.
    In der Wohnanlage besteht eine tolle Entlüftungsanlage, welche die schlechte Luft aus dem Stiegenhaus leitet, nur diese ist schon Jahre ausser Betrieb.
    Um den Gestank in den oberen Stockwerken erträglich zu machen wird halt von Eigentümern das Stiegenhaus Fenster geöffnet, ich kann es verstehen.

    Würde die Hauseigene Entlüftung benützt werden, diese wurde ja nicht Spasshalber eingebaut beim Bau der Häuser, blieben auch sicherlich die Stiegenhausfenster geschlossen!

    Ja es ist vieles Faul…….

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