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Studie zur Wirtschaftlichkeit der Fremdreinigung im Vergleich zur Eigenreinigung  bei der Öffentlichen Hand am Beispiel der Kommunen (BRD 2014)

 

Ziel der Studie ist, die Wirtschaftlichkeit von Eigen- und Fremdreinigung bei Kommunen zu vergleichen. Die Untersuchung ist in ihren Kernaussagen unmittelbar übertragbar auf Einrichtungen der Länder und des Bundes. Die Ergebnisse sollen die Diskussion um das richtige Reinigungskonzept unterstützen. Neben der reinen wirtschaftlichen Analyse werden Faktoren wie Reinigungseffizienz und -qualität sowie Steuerungsaspekte behandelt.

Kostenvorteile: Im Durchschnitt liegen die empirisch ermittelten Kostenvorteile der Fremdreinigung, trotz deren Belastung mit Umsatzsteuer, bei rund 34 %. Ausgehend von einem durchschnittlichen Anteil der Eigenreinigung von 53 % über alle betrachteten Kommunen führt die Umstellung von Eigen- auf Fremdreinigung zu einem Einsparpotenzial von durchschnittlich 4,27 € je Einwohner, sodass für eine Kommune mit 100.000 Einwohnern ein Einsparpotenzial von jährlich 427 T€ besteht.

Allein bei den reinen Lohnkosten besteht ein Kostennachteil der Eigen- gegenüber der Fremdreinigung von 18 % im Tarifgebiet West und 32 % im Tarifgebiet Ost. Höhere Lohnnebenkosten der Eigenreinigung erhöhen den Unterschied bei den Personalkosten.

Transparenz: Die Kosten der Fremdreinigung sind transparent. Dagegen erfolgt bei der Eigenreinigung oftmals keine Vollkostenrechnung, sodass die tatsächlich entstehenden Kosten nicht vollständig vorliegen. …

Planungssicherheit: Durch Vergabe der Gebäudereinigungsleistungen wird langfristige Planungssicherheit für den kommunalen Haushalt erreicht.

Sanktionsmöglichkeiten: Die Kommune verfügt bei Fremdreinigung über wirksame Sanktionsmechanismen gegenüber den privaten Reinigungsunternehmen bei Nichterfüllung der vertraglich vereinbarten Leistungen.

Flexibilität: Ein wesentlicher Vorteil der Fremdreinigung liegt in der größeren Flexibilität für die Kommune. Durch begrenzte Vertragslaufzeiten und die vertragliche Vereinbarung von Zu- und Abbestellmöglichkeiten kann die Kommune die Reinigungsleistungen zeitnah einem veränderten Bedarf bzw. einer geänderten Haushaltssituation anpassen, was in der Eigenreinigung aufgrund des festen Personalbestandes praktisch ausgeschlossen ist.

Markt und Wettbewerb: Durch regelmäßige Neuausschreibungen stellen sich die Unternehmen des Gebäudereiniger-Handwerks im Gegensatz zur Eigenreinigung kontinuierlich dem Wettbewerb, was zu Effizienzsteigerungen führt. Die erzielten Optimierungseffekte kommen über die Ausschreibungen unmittelbar den Kommunen zugute.

Reinigungseffizienz: Die höhere Effizienz des privaten Gebäudereiniger-Handwerks erhöht den Kostenvorteil der Fremdreinigung erheblich.

Reinigungsqualität: Ein qualitativer Vorteil der Eigenreinigung gegenüber der Fremdreinigung ist objektiv nicht feststellbar.

Insgesamt bietet die Fremdreinigung den Kommunen die Möglichkeit, die Gebäudereinigungsleistungen bei gleicher Qualität zu niedrigeren Kosten und mit besseren Steuerungsmöglichkeiten als bei der Eigenreinigung zu beziehen und durch die Umstellung von Eigen- auf Fremdreinigung eine Entlastung des kommunalen Haushalts zu erreichen.

http://www.die-gebaeudedienstleister-nordost.de/fileadmin/gihh/dateien/offene_Dateien/Informationen/2015_Studie_Roedl.pdf

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