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Heizkosten: Das lukrative Geschäft der Ableser

Die seit 1981 in der Bundesrepublik geltende Heizkostenverordnung schreibt vor, dass die Heizkosten für jede einzelne Wohnung getrennt abgerechnet werden müssen. Das sollte die Mieter zum Sparen zu motivieren. Fortan hingen in Mehrfamilienhäusern an fast jedem Heizkörper Verdunsterröhrchen. Die Ermittlung der Heizkosten entwickelte sich jedoch schnell zum guten Geschäft für die Dienstleister. Drei große Anbieter beherrschen heute den Markt: Techem als Marktführer mit 28 Prozent der installierten Wärmezähler und Ista mit 26 Prozent, zudem Brunata-Metrona mit 16 Prozent.

Die Anbieter arbeiten oft sehr renditeorientiert. Das hat Werner Fischer in Dresden erlebt: Im Juni kündigt ihm Techem den Vertrag über die Verdunsterröhrchen. Die Firma bietet ihm an, stattdessen Funk-Heizkostenverteiler einzubauen – zu einem deftigen Preis.

Wie schnell die Preise steigen, zeigt ein Vergleich der Preislisten von Techem aus den Jahren 2012 und 2015. Ein Verdunsterröhrchen abzulesen und auszuwerten, verteuerte in diesem Zeitraum sich um 37 Prozent. Beim Funk-Heizkostenverteiler stieg der Preis in zweieinhalb Jahren um 14 Prozent. Beim Warmwasserzähler mit Funk werden 17 Prozent mehr fällig.

„Der Vermieter oder die Verwaltung, die mit der Wärme-Messdienstfirma den Vertrag macht, hat überhaupt kein eigenes wirtschaftliches Interesse, kein Interesse daran, Preise zu drücken oder verschiedene Angebote einzuholen, denn sie sind in der Situation, dass sie die Kosten der Wärmemessdienstfirma auf die Mieter abwälzen.“

Doch es gibt immer mehr Vermieter, die da nicht mitspielen, wie unser Fall aus Dresden zeigt. Werner Fischer hat in jeder Wohnung einen Wärmezähler einbauen lassen, den er einmal im Jahr selbst abliest. Die Heizkosten berechnet er auch selbst, mit einer schlichten Excel-Tabelle. Zeitaufwand: etwa eine Stunde pro Jahr.

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/heizung-ableser-geschaeft-100.html

Ein Kommentar zu Heizkosten: Das lukrative Geschäft der Ableser

  1. schwarzesschaf // 21. Mai 2017 um 18:40 // Antwort

    Es gibt für Österreich ein Gerichtsurteil wo eine Eigentumsanlage diese unnötige Ablesung mit Recht abgeschafft hat!! Aber das geht nicht in der Ulmgasse, es ist eine Verwaltung nötig die dies auch möchte…..ODER einen Eigentümer der bei Gericht dies einklagt!

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