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Verwalter: “Vermögensstatus? – Den kriegen Sie nicht!” – Beirat: “Vermögensstatus? – Den brauchen wir auch nicht!”

Das, was sich auf dieser Eigentümerversammlung abspielte, ähnelte einem schlechten Film.

Da das Mahn-Management der als unseriös bekannten Hausverwaltung seit Jahren inexistent war, d.h. es wurde praktisch nie gemahnt und war deshalb in der Vergangenheit öfters zu verjährten Hausgeldforderungen gekommen, forderte ein kritischer Miteigentümer vom Verwalter den Vermögensstatus, den er in den Unterlagen der kürzlich verteilten Hausgeld-Jahresabrechnung nicht vorfand.

Der Vermögensstatus gibt Auskunft über den Stand der Bankenkonten – und über alle Forderungen und Verbindlichkeiten der WEG. Hierzu zählen auch die Hausgeldnachzahlungen des aktuellen Jahr sowie der Vorjahre. Ggf handelt es sich um hohe Beträge von mehreren Zehntausend Euro.

Doch auf diese Bitte antwortete der Verwalter – an diesem Abend im feinem Zwirn und Lackschuhen gekleidet, um von seiner Haudegen-Manier abzulenken – in bekannt-diktatorischem Ton: “Den kriegen Sie nicht!”

Die übrigen Miteigentümer reagierten zunächst nicht. Scheinbar wussten sie nicht, was unter einem “Vermögensstatus” zu verstehen war. Doch nach der enormen Verärgerung des Verwalter zu schließen … musste es schon etwas arg Unanständiges sein. Etwas, mit dem man in den feinen Kreisen dieser WEG nichts zu tun haben wollte. “Wollen Sie den Verwalter absichtlich verärgern?” raunte es vom Nachbartisch.

Doch schon erwiderte der Beiratsvorsitzende und kam dem aufgebrachten Verwalter in vorauseilendem Gehorsam entgegen: “Wir bilanzieren. Einen Vermögensstatus brauchen wir auch nicht!” Diese absurde Szene spiegelt das Problem vieler Eigentümergemeinschaften wieder. Statt einen (unseriösen) Hausverwalter zur Rede zu stellen und überaus wichtige Unterlagen vehement einzufordern – wenn sie denn wider Erwarten nicht automatisch von der Hausverwaltung zur Verfügung gestellt werden – meiden die Eigentümer jeglichen Konflikt.

“Bloß nicht den Verwalter verstimmen” scheint es in ihren Köpfen zu warnen. Diese Herrschaften haben weder verstanden, dass der Hausverwalter nur Dienstleister ist – noch verfügen sie über grundlegendes Wissen zur WEG und zur Abrechnung. Statt dessen: kuschen, brav sein und bloß keine “dummen” Fragen stellen.

Ein Beirat, der bei einem solch wichtigen Thema bewu[ss]t abwehrend reagiert, kommt selber unter Verdacht. Nicht selten werden Außenstände (Nachzahlungen, Erstattungen usw.) von Beiräten oder Verwalter-nahen Miteigentümern … “vergessen”. Denn sie erscheinen nur auf dem Vermögensstatus. Und diesen wollte in dieser WEG niemand sehen….. Warum??

http://www.hausverwaltercheck.com/verwalter-vermoegensstatus-den-kriegen-sie-nicht-beirat-vermoegensstatus-den-brauchen-wir-auch-nicht/

Der Betriebskostenabrechnung 2016 wurde diesmal das Blatt „Geldverkehrsrechnung“ nicht beigelegt. Somit wissen die Eigentümerinnen nicht mehr, wie hoch der Stand des Bankkontos, der Zahlungsaußenstände, der „Verr(echnung) Vorjahr“, der USt-Zahllast sowie der Sparbücher (deren Endstand sich immer von der zugehörigen buchhalterischen Rücklage unterschied) ist.

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