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Die Melkkuh Eigentümergemeinschaft

Sind Wohnungseigentümer die Melkkühe der Nation, so lautete die Frage von Dr. Brych in der Haus+ Grund-Publikation „Der Wohnungseigentümer“. Eigentümer sollten ihre Meinung dazu mitteilen. „Der Wohnungseigentümer“-Herausgeber Volker Bielefeld war überrascht, dass nur „Wenige“ der Aufforderung folgten und stellte fest, „die Mehrheit hat geschwiegen“. Die Frage ist also, warum schweigt die Mehrheit? Folgt man den Beobachtungen von Thilo Sarrazin, so könnte sich das mit der inzwischen weit verbreiteten Dummheit der Deutschen erklären lassen. Denn „keine Ahnung“ zu haben, über alles meckern und nichts dagegen zu tun, gehört heute zum Lebensstil der Mehrheit.

Hausgeld-Vergleich e.V. vertritt dagegen eine Gruppe von Eigentümern, die erkannt hat, dass ihre Wohngemeinschaft die Melkkuh – nicht der Nation – aber einer zu großen Zahl der Hausverwalter und der von diesen Hausverwaltern ins Spiel gebrachten Architekten, Ingenieure, Handwerker und Dienstleister ist.

Kein Wunder also, dass Mitglieder des Vereins, die die Notwendigkeit von Geldausgabe-Vorschlägen hinterfragen und auch Gegenangebote einholen, von Verwaltern als „Querulanten“ und „Störer des bisherigen Hausfriedens“ tituliert werden. Dabei ist die Frage erlaubt, um welchen Frieden es eigentlich geht. Man könnte meinen, dass Frieden aus Sicht vieler Verwalter nur dort herrscht, wo wie bisher eine Wohngemeinschaft als „Melkkuh“ weiter zur Verfügung steht.

Wer die Abläufe in Eigentümer-Versammlungen mitverfolgt, weiß aber inzwischen, dass Widerspruch gegen unnütze und überhöhte Ausgaben in Versammlungen in der Regel chancenlos ist. Denn mit Duldung der „schweigenden Mehrheit“ werden solche einzelne Eigentümer mit System von Verwaltern „niedergebügelt“, obwohl es um die Interessen aller geht. Die Mehrheit duckt sich feige weg und traut sich nicht Partei zu ergreifen..

Dabei ist der „schweigenden Mehrheit“ selbstverständlich bekannt, dass heute eine Eigentümerversammlung eine Quelle für Großaufträge der Bauwirtschaft sowie sonstiger Dienstleister ist. Was gibt es also für einen Grund, dass Mehrheiten bei unnötigen oder über-höhten Ausgaben trotzdem zustimmen und nicht der Empfehlung sachkundiger einzelner Eigentümer folgen? Ist es fehlende Zivilcourage oder einfach die allgemeine Dummheit der Deutschen, wie es Thilo Sarrazin treffend bezeichnet hat?

http://www.hausgeld-vergleich.de/

unter Menüpunkt „Erfahrungsaustausch“

Grund ist die Tatsache, dass ein Verwalter in der Regel schalten und walten kann wie er möchte: die Eigentümer haben oft nicht ansatzweise Kenntnisse, das WEG-Recht, die Buchhaltung oder Technik (Sanierungen) betreffend. Dito der Beirat, der oft “Schein” mit “Sein” verwechselt, seine eigenen Interessen im Vordergrund sieht – oder, seltener,  sich ehrlich bemüht, mit den Anforderungen aber völlig überfordert ist.
So ist es nicht überraschend, dass es vorkommen kann, dass Außenstände von Verwalter-nahen oder Beirats-nahen Miteigentümern n i c h t  angemahnt werden.
Warum auch? Merkt ja doch niemand.
http://www.hausverwaltercheck.com/aussenstaende-der-gemeinschaft-nicht-angemahnt/

 

4 Kommentare zu Die Melkkuh Eigentümergemeinschaft

  1. Das Wort „Querulant“ ist in einem der freitäglichen Jour-fixe ja schon gefallen…

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  2. „Melken simuliert das Saugen eines Jungtieres am Euter der Mutter. Deshalb muss eine Kuh gekalbt haben, bevor sie für etwa 300 Tage Milch gibt. Eine Kuh ist in der Regel fünf Jahre produktiv (Kuh Ulmgasse schon fast 40 Jahre). Wie oft ein Tier am Tag gemolken werden muss, hängt von der jeweiligen Rasse, der Milchleistung und der Fütterung des Tieres ab. Kühe werden in der Regel morgens und abends gemolken, vor der Geburt eines neuen Kalbes stehen sie einige Wochen trocken.“
    Unsere 4 tower sind schon lange die besten Kühe, sie geben gute Milch, natürlich müssen auch die Melker ihr Handwerk verstehen, aber nach einer kurzen „Eingewöhnungsphase“ laufen die Melker in Hochform auf!

    Gefällt 1 Person

  3. Ein großes Lob und vielen Dank für diesen informativen Artikel !
    Ich gratuliere Ihnen zu Stil und Tonfall in Ihren Kolumnen.
    Endlich eine Wortwahl und ein Meinungsinhalt „für Leser“ !
    Grandios und erfrischend zu lesen. Ich freue mich schon auf die nächste Kolumne !
    Höchste Zeit wäre es, diese unwürdige Packelei / Melkerei zu beenden.
    Sieht so die Zukunft Eures Zusammenlebens aus? Na dann, gute Nacht !
    Eure WEG müsste dankbar für ehrliche Informationen sein, es muss nicht ständig alles beschönigt und verschwiegen werden!!
    Danke dem Ulmgasse.blog, weiter so ! !

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