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Abgezockt mit Hausmeisterkosten

München – Dirk Köthe ist Arzt und lebt seit 28 Jahren in einer Drei-Zimmer-Wohnung in der Theresienstraße 14. Als er vor ein paar Monaten den Brief mit der Nebenkostenabrechnung öffnet, kann er es nicht glauben: 2015 zahlte er 530 Euro an Hausmeisterkosten fürs Vorjahr – jetzt sollen es plötzlich 593 Euro sein.

Köthe soll also 47 Cent mehr pro Quadratmeter zahlen. Ortsüblich sind laut Münchner Mieterverein 40 Cent. Doch Köthe geht es gar nicht nur um die sieben Cent Unterschied. Er fürchtet, dass es wieder von vorne losgeht – dass er und die anderen Mieter wieder abgezockt werden.

Genau diese Erfahrung hat er schon gemacht. Vor sieben Jahren hatten sich er und neun andere Mieter sich mit einer Klage gegen überhöhte Hausmeisterkosten gewehrt: Damals waren diese Nebenkosten jahrelang extrem gestiegen. 2005 zahlte Köthe noch 382 Euro, 2010 waren es schon 787 Euro. Bis zu 1,03 Euro wurde damals pro Quadratmeter abgerechnet.

Köthe ließ sich die Abrechnungen zukommen und stieß auf Dinge wie: Kosten für eine Groß-Mülltonne, die nie existiert hat. Und Kosten für eine Terrorversicherung und eine Legionellenuntersuchung, die die Mieter zu zahlen hatten.

Vor Gericht hatten die Mieter Erfolg: Die Hausverwaltung musste die Hausmeisterkosten um fast die Hälfte senken. Bis 2014: Da übertrug die Allianz, die Eigentümerin der Wohnanlage, die Hausverwaltung an die Firma Tectareal.

Und genau darin sieht Köthe das Problem: „2005 hat die Allianz die Hausverwaltung an die Firma Hochtief Property Management übertragen, von da an stiegen die Kosten“. Nun fürchtet er, dass sich dasselbe wiederholt – neue Hausverwaltung, steigende Kosten.

… Die Erklärung zu den gestiegenen Kosten lautet: „Diese Anpassung bewegt sich jedoch, nach einer längeren Periode annähernd gleichbleibender Kosten, in einem marktüblichen Rahmen.“

Außerdem sei in den Wohngebäuden in der Theresienstraße 7, 14, sowie 16 bereits eine Deckelung der Hausmeisterkosten eingeführt worden – welchen Grenzwert sie hat, erfährt man nicht.

Köthe hat Widerspruch eingelegt und die Nebenkosten nicht bezahlt. Bislang ist nichts passiert. „Die 1.600 Euro scheinen der Firma wohl egal zu sein“, sagt er der AZ.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nach-wechsel-der-hausverwaltung-maxvorstadt-abgezockt-mit-hausmeisterkosten.94e0ed5a-3ccb-416c-afa2-90c27e518954.html

Das Problem falscher Nebenkosten, die meist zu Lasten der Mieter gehen, ist viel größer, als manch einer glaubt, bestätigt Ulrich Ropertz, Sprecher des Deutschen Mieterbundes: „Jede zweite Abrechnung ist falsch. Wir raten daher allen Mietern, sich die Betriebskostenabrechnungen im Detail vorlegen zu lassen.“ Neue Abrechnungen, die spätestens zwölf Monate nach Ablauf des Berechnungszeitraums zugestellt werden müssen, sollten regelmäßig genauestens mit den Vorjahresrechnungen verglichen werden.

http://www.focus.de/immobilien/mieten/jede-zweite-nebenkostenab-ist-falsch-so-wehren-sich-mieter-gegen-zu-hohe-nebenkostenabrechnungen_id_6795729.html

Also, über was sich die Deutschen so aufregen können… Eine Grazer Wohnanlage zahlt 97 Cent pro Quadratmeter für die Hausmeister und entscheidet sich in einer „Blitzabstimmung“ mehrheitlich für die Beibehaltung dieser Kosten!

 

Ein Kommentar zu Abgezockt mit Hausmeisterkosten

  1. http://www.ulmgasse.at da werden Sie aufgeklärt

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