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Fachgerechte Sockelausbildung

Auf den ersten Blick ist die Fassade schön. Doch schweift der Blick … Richtung Sockel, fallen häufig schon kurze Zeit nach der Renovierung unschöne Wasserränder, Farb– und Putzabplatzungen ins Auge. Die Ursache liegt in den meisten Fällen in einer nicht fachgerechten Sockelausbildung und dadurch bedingter Feuchtigkeitseinwirkung auf das Putzsystem.

Vor aller Arbeit, spätestens jedoch nach dem Freilegen des erdberührten Mauerwerks, sollte geprüft werden, ob eine Horizontalsperre vorhanden ist bzw. ob diese noch komplett ihre Sollfunktion erfüllt.

Ist die Horizontalsperre in Ordnung und somit aufsteigende, kapillare Feuchte ausgeschlossen, kann mit den Vorbereitungen der Vertikalabdichtung begonnen werden.

Eine Bauwerksabdichtung muss immer auf allen erdreichberührten Gebäudeflächen … direkt auf dem Bauwerk und bis ca. 30 cm über Geländeoberkante erfolgen. Sie darf entfallen, wenn hier ausreichend wasserabweisende Bauteile wie „wasserabweisender Sockelputz“ oder ein „Wärmedämm-Verbundsystem“ eingesetzt werden. Die Bauwerksabdichtung muss immer vor dem Anbringen des WDVS erfolgen. In den meisten Fällen handelt es sich um Bitumenabdichtungen.

Im erdberührenden Sockel- bzw. Perimeterbereich … müssen bauaufsichtlich zugelassene Perimeterdämmplatten zum Einsatz kommen.

Die Putzbeschichtung wird aus Armierungsschicht und Oberputz erstellt, wobei verschiedene Systemaufbauten möglich sind.

Die Wahl der Deckbeschichtung muss in Abstimmung zur gewählten Armierungsschicht und zur zukünftigen Belastung erfolgen.

Folgende Präventivmaßnahmen sind zu empfehlen:
• mind. 2% Gefälle vom Gebäude weg
• führt das Gefälle zum Gebäude hin, können Entwässerungsrinnen Stauwasser vor der Fassade verhindern
Kiesschüttung mit einer Mindestbreite von 30 cm
Pflastersteine und andere Oberflächenbefestigungen nie bis an die Sockelfläche direkt heranführen, sondern immer eine Trennung mittels Noppenfolie vornehmen.
• verzögerte Austrocknung des Putzes bzw. des Erdreichs durch Schattenwirkung (Sträucher, Pflanzenbewuchs o. ä.) verhindern
• keine Feuchtebelastung durch angehäuften Schnee
• Schnee, der mit Streusalz belastet ist, führt zur Zerstörung von Putzen!
• keine Urin-Belastung durch Tiere!

Um im Sockelbereich einen sauberen und optisch ansprechenden Abschluß zu gewährleisten, werden Armierungsschicht und Oberputz normalerweise 10 -20 cm ins Erdreich hineingeführt. Unabhängig vom verwendeten Putzsystem ist dieser Bereich bis ca. 5 cm über Geländeoberkante mit einem Dichtungsanstrich zu versehen. Wird diese Abdichtung der Putzbeschichtung nicht ordnungsgemäß durchgeführt, sind Putzschäden im Sockelbereich vorprogrammiert.

http://wissen.malerblatt.de/waermedaemm-verbundsysteme/anwendungstechnik/229-waermedaemmung-fachgerechte-sockelausbildung.html?showall=1
http://www.baubegriffe.com/Bausachverstandiger_Holzmann-Bauberatung/Blog/Eintrage/2011/9/13_Fachgerechte_Sockeldammung_im_Bestand.html
http://www.dhbv.de/dokumente/upload/99571_der_sockel_-_schadensfreier_verputz_teil_3

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